Schluckstörung (Dysphagie)

bedeutet, dass das Abbeißen, Kauen, Schlucken oder die Koordination dieser Abläufe Schwierigkeiten macht (Phagein, griechisch: essen).

Betroffene Menschen vermeiden oft gemeinsame Mahlzeiten mit Freunden und Familie.
Die Lebensfreude leidet, die Lebensqualität sinkt, und: Schluckstörungen können lebensgefährlich werden! Gelangt Nahrung in die Luftröhre und schließlich in die Lunge, kommt es wiederholt zu Lungenentzündungen (Aspirationspneumonie).

Auch Reflexe wie Husten oder Würgen können außer Kraft gesetzt sein, dies führt zu „stillem Verschlucken“ (stille Aspiration). Oft ist eine Magensonde (PEG) notwendig.

Anzeichen einer Schluckstörung können sein

  • häufige Verschleimung
  • die Zunge ist ständig belegt
  • das Essen oder Trinken nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch
  • das Abbeißen oder Kauen bereitet Schwierigkeiten
  • Husten bei oder nach dem Essen
  • das Schlucken von Tabletten gelingt nur in „abenteuerlichen“ Haltungen
  • wiederholte Lungenentzündungen
  • Schmerzen oder Angstgefühle beim Schlucken
  • undeutliche oder schwer verständliche Sprache
  • Gewichtsabnahme ohne klaren Grund

Schluckstörungen können auftreten

  • infolge neurologischer Schädigung, z.B. Schlaganfall, Parkinson, ALS oder MS
  • nach Operationen im Mund-, Hals- oder Kehlkopfbereich
  • bei Krebserkrankungen im Mund-, Hals- oder Kehlkopfbereich
  • als Folge eines Unfalls
  • in höherem Alter (Presbyphagie)

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