Gesichtslähmung (Fazialisparese)

erkennt man, wenn das Lächeln einseitig wird und Sie beim Essen oder Trinken Nahrung bzw. Flüssigkeit über den Mundwinkel verlieren. Der Fazialisnerv steuert die mimische Muskulatur, die Zunge sowie Tränen- und Ohrspeicheldrüsen.

Betroffene Menschen verdecken oft die betroffene - die "hängende" - Gesichtshälfte, sie vermeiden gemeinsame Mahlzeiten mit Freunden und Familie. Augenentzündungen treten wiederholt auf. Die Lebensfreude leidet und die Lebensqualität sinkt.

Anzeichen einer Gesichtslähmung können sein

  • meist tritt die Lähmung einseitig auf, manchmal auch beidseitig
  • ein hängender Mundwinkel
  • Bissspuren in den Wangentaschen
  • Die Lippen schließen nur unvollständig oder schwach. In der Folge kann Speichel, Flüssigkeit oder Nahrung aus dem Mund fließen
  • Das Augenlid schließt nur unvollständig oder schwach. Die Folge sind tränende Augen oder wiederkehrende Augenentzündungen
  • die geschwächte Wangen- und Lippenmuskulatur beeinträchtigt die Artikulation

Schädigungen des Gesichtsnervs (Nervus facialis) unterscheidet man nach Ihrem Ursprung: Liegt die Ursache für die Schädigung im Gehirn, z.B. durch Gehirntumore, Schlaganfall oder Schädelverletzungen, handelt es sich um eine zentrale Fazialisparese.

Liegt die Ursache außerhalb des Gehirns, z.B. Entzündungen des Nervs durch Borreliose oder Infektionen, Entzündungen des Mittelohrs bei Zoster oticus, liegt eine periphere Fazialisparese vor. Kennt man die Ursache der Lähmung nicht, spricht man von einer idiopathischen Fazialisparese.

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